Einsatzübungen an Abrisshaus in Holsterhausen

Lukas Bartoszak
Am 15. August 2015
In Unsere Tätigkeiten 2015

Am Samstagmittag führte der Löschzug Holsterhausen mehrere Einsatzübungen in einem Abrisshaus an der Martin-Luther-Straße durch. Das teilweise noch möblierte Wohnhaus stellte sich als ideales Übungsobjekt dar. Schon vor zwei Wochen wurden hier Türöffnungsprozeduren trainiert (Siehe auch: Training in Sachen Türöffnung).

Die Einsatzkräfte rückten um kurz nach 13 Uhr mit Löschgruppenfahrzeug (LF) 8/6 und Tanklöschfahrzeug (TLF) 3000 an. Der erste Angriffstrupp rüstete sich bereits während der Fahrt, wie bei einem Realeinsatz, mit umluftunabhängigem Atemschutz aus. Vor Ort konnte nach einer Lageerkundung durch den Gruppenführer eine Rauchentwicklung aus der Küche des Hauses festgestellt werden.

Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz mit dem ersten C-Rohr sowie diversem Brech- und Rettungswerkzeug in die Wohnung vor. Der Wassertrupp stellte die Wasserversorgung über den Tank des TLF für den vorgehenden Trupp sicher und rüstete sich anschließend als Sicherungstrupp ebenfalls mit Atemschutzgeräten aus. Der Sicherungstrupp kann im Falle einer Notfallsituation sofort zur Rettung von verunfallten Atemschutzgeräteträgern vorgehen. Hierzu stehen weitere Hilfsmittel, wie eine Rettungsmulde, Tragetücher etc. zur Verfügung.

Nach dem Setzen des Rauchvorhanges vor der Küchentür wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. "Angebranntes Essen" sorgte hier für die Verrauchung. Durch einen zweiten Atemschutztrupp wurde das Obergeschoss inklusive des Dachbodens auf verletzte Personen abgesucht. Nach wenigen Minuten konnte diese Übung beendet werden.

In weiteren Übungen wurden Brandbekämpfungen im Obergeschoss, der Garage sowie dem Keller durchgeführt. Das Garagentor war verschlossen und musste mittels Halligan-Tool und Feuerwehraxt gewaltsam geöffnet werden. Ein Hauptaugenmerk wurde bei den Übungen auf den Einsatz des Schlauchpaketes geworfen. Dieses dient als Schlauchreserve am Brandherd und besteht aus in Ringen gelegten C-Schläuchen. Es vereinfacht das Vorhalten von Schlauchleitung im Brandobjekt und lässt sich auch auf engem Raum optimal einsetzen. Auf beiden Holsterhausener Löschfahrzeugen sind jeweils ein Schlauchpaket verlastet.

Nachdem die Fahrzeuge mit frischen Schläuchen und Atemschutzgeräten an der Hauptwache befüllt wurden, rückten die Kräfte gegen 15 Uhr wieder ein.