Realbrandausbildung

Lukas Bartoszak
Am 24. November 2012, 20:00
In Unsere Tätigkeiten 2012

Nachdem letztes Jahr eine Gruppe aus unserem Löschzug bereits die Möglichkeit hatte, an einer speziellen Realbrandausbilung teilzunehmen, fand dieses Wochenende die Fortsetzung statt.

Eine typische Feuerwehrübung für Wohnungsbrände sieht so aus: Man nehme an, in einem der Zimmer sei ein Feuer. Die Räumlichkeiten werden dazu mit einer Nebelmaschine verraucht oder die Atemschutzmasken mit einem speziellen Aufsatz präpariert. Dann gehen die Feuerwehrleute mit dem Strahlrohr in die Wohnung, suchen Personen und simulieren den Löschvorgang.

Bei einem tatsächlichen Einsatz kommen jedoch noch weitere Faktoren hinzu, die sich nur schwer simulieren lassen. Der wichtigste Faktor ist dabei die Hitze, die mehrere hundert Grad erreichen kann. Dazu kommt der Rauch, der sich bei tatsächlichen Bränden von der Zimmerdecke nach unten ausdehnt und eine Linie schafft, über der man die Hand vor Augen nicht mehr sehen kann. Der dritte wichtige Faktor ist die psychologische Belastung durch die ungewohnte Lage.

Um all dies besser üben zu können, werden in Brandsimulationscontainern Realbrandausbildungen durchgeführt. Hierbei werden die Feuerwehrleute von einem speziell ausgebildeten und sehr erfahrenen Instructor angeleitet und können in einem sicheren Umfeld sich mit den Eigenheiten des Feuers vertraut machen, Löschtechniken üben und das Suchen von vermissten Personen trainieren.

Hierzu Monika Schumann, Oberfeuerwehrfrau aus unserem Löschzug: "Es ist schon ziemlich heftig, wenn man einen Liter Wasser in den Rauch an der Decke abgibt und einem plötzlich ein Orkan aus 1700 Litern Wasserdampf entgegenkommt."

Alles in allem war auch diese zweite Ausbildungsveranstaltung für alle Teilnehmer ein voller Erfolg und lässt auf eine Widerholung hoffen.